meine Freunde

...was wäre ich ohne Euch?

Ein bisschen weniger oft betrunken, öfters ausgeschlafen und um viele schöne Erfahrungen ärmer!

Meine Freunde bilden wohl das Rückgrat meiner Ausgeglichenheit. Ich habe viele Freunde und sie alle ausführlich zu beschreiben wäre wohl eine Lebensaufgabe. Auf jeden fall erwähnt sollten aber Vincent, Volker, Annabell, Annette , Desiree und Ylenia sein. Sie alle sind derart unterschiedliche Charaktere, dass dem Leser bald klar werden wird, dass sich meine Freunde nicht in eine Schublade stecken lassen.

Beginnen wir mal mit Volker: ich kenne ihn seit 1991 als er gerade seinen Führerschein machte und seither sehen wir uns nahezu wöchentlich. Wir haben ganze Sommer zusammen verbracht und uns täglich neuen Blödsinn einfallen lassen. Gerne waren wir im örtlichen Trimm-Markt und stritten uns um Tennissocken im 12-er Pack am Wühltisch. Er ist von Beruf Energieelektroniker doch beschränken sich seine Kenntnisse auf die Verdrahtung von Schaltkästen, weshalb bei ernsten Problemen mit der Elektronik wohl ich der bessere Ansprechpartner bin. Deshalb tat er das einzig richtige und schulte zum Krankenpfleger um. Er ist nun im Klinikum Konstanz auf der Intensivstation tätig und ich gehe davon aus, dass er in den nächsten Monaten auch noch den Aufbaukurs zum Fachkrankenpfleger beginnen wird.

Ein Unikum der besonderen Art und Weise ist Vincent. Mit 28 Jahren ebenfalls etwas älter als ich, gelernter Verwaltungsfachangestellter besuchte er mit mir den Rettungsassistentenlehrgang und holte danach sein Abitur nach, um Lehrer zu werden. Er ist einer der gebildetsten Menschen die ich je getroffen habe und wird wohl einmal ein hohes politisches Amt bekleiden. Er studiert an der Uni in Konstanz Wirtschaftspädagogik und wird sein Grundstudium beenden, wenn ich meine erste Stelle antrete. Deshalb lacht er mich häufig aus!

Annabell ist das, was ich als meine beste Freundin bezeichne. Wir haben uns in der ersten Woche auf der CTA-Schule kennen gelernt und seither sind wir in ständigem Kontakt. Seit sie verheiratet ist und die kleine Leoni auf die Welt gebracht hat, sehen wir uns noch öfter als früher. Wir veranstalten monatlich einen TOP10-Marathon, bei dem Donnerstag, Freitag und Samstag so lange getanzt wird, bis der erste aufgibt und sagt, er möchte nach Hause gehen. Es ist unglaublich, wie viel Power in dieser doch 6 Jahre älteren Dame steckt!

Dann gibt es da noch Annette: meine Exfreundin und erste große Liebe. Wir wohnten bereits zusammen, als ihr dann mal einfiel, ihren Lebensabend wohl doch nicht mit mir verbringen zu wollen. Wir sind aber nach wie vor sehr gute Freunde und sehen uns recht häufig. Sie studiert Grundschulpädagogik in Weingarten und ich hoffe, dass meine Kinder mal eine so liebe Lehrerin bekommen werden.

Desiree ist eine gute Freundin, die sich liebevoll meine Schwester nennt. Das ganze geht so weit, dass sogar ihre Mutter von mir als ihrem Sohn spricht. Desiree ist drei Jahre jünger als ich und studiert in Konstanz Soziologie. Obgleich ich mich auch als einen etwas ausgeflippten Menschen betrachte, ist sie für mich der Wahnsinn! Wer mal mit ihr in einem Pub gesessen hat und sie ein Gackeranfall überkommen hat, weiß was ich meine.

Ylenia lernte ich in meinem ersten Praxissemester kennen, als wir uns ein Labor teilten, für dessen Neubau ich zuständig war. Ich glaube es ging keine drei Tage, bis wir uns auf das Arbeiten gefreut haben, weil man sich dann wieder sieht. Unvergessen wird mir sein, wie sie ein Voice-mail der neuen Telefonanlage an ihre Freundin sendete, dessen Inhalt übelste Grunzgeräusche waren. Leider verwechselte sie eine Taste und dieses Voice-mail ging an alle Telefonapparate in der Firma. Das beste ist dabei, dass am Ende der Grunzerei eine liebliche Telefonstimme sagte: "diese Nachricht wurde ihnen von Ylenia Silini gesendet!"